Was ist und wozu Sozioökonomie?

20.10.2014

"Was ist und wozu Sozioökonomie?" lautet der Titel eines Sammelbandes, in dem Wirtschaftswissenschaftler und Soziologen den aktuellen Stand der Sozioökonomie präsentieren und diskutieren. Man erhält ihn als Buch und E-Book bei Springer VS. Herausgeber ist Reinhold Hedtke.

Adieu, Homo oeconomicus!

13.10.2014

Dennis J. Snower, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), hat in einem großformatigen Beitrag für die Süddeutsche Zeitung den Homo oeconomicus aus der Ökonomik verabschiedet: "Adieu, Homo oeconomicus" (Printausgabe vom 11.10.2014, S. 24) bzw. "Besitz bedeutet nicht alles" (Süddeutsche.de).

Sozioökonomische Bildung - das Buch

17.09.2014

"Sozioökonomische Bildung" lautet der Titel des Bandes, den Andreas Fischer (Leuphana Universität Lüneburg) und Bettina Zurstrassen (Universität Bielefeld) herausgegeben haben. Er ist in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen (Bd. 1436).

"Weil sich die Lebenswelt ökonomisiert ..."

11.07.2014

Das iböb-working paper no. 2 setzt sich kritisch mit den Vorstellungen der Wirtschaftsverbände zur ökonomischen Bildung auseinander. Der Autor, Gerd-E. Famulla, zieht unter anderem das Fazit:
"Angesichts der ohnehin voranschreitenden Ökonomisierung aller Lebensbereiche mit gravierenden sozialen und ökologischen Folgen brauchen wir keine weitere Verabsolutierung des Ökonomischen. Vielmehr müssen wir lernen, wie man die Wirtschaft wieder sinnvoll in Gesellschaft, Natur und Politik einbettet. Hierzu brauchen wir ein angemessenes alternatives Leitbild." (S. 19).

Widerstandskompetenz - ein Defizit der ökonomischen und politischen Bildung

22.06.2014

"Kompetenz zum Widerstand - eine vernachlässigte Aufgabe der Ökonomischen und Politischen Bildung" lautet der Titel des Call for Papers von der Universität Bamberg. Abstracts soll man bis spätestens 1.9.2014 einreichen, geplant ist eine Tagung im März 2015 (Call als pdf siehe unten). Adressaten sind vor allem Fachdidaktiker, Rechts- und Sozialwissenschaftler, Psychologen, Pädagogen und Philosophen.

Wider die ökonomische Monokultur

17.06.2014

Im Wirtschaftsteil der Druckausgabe der Süddeutschen Zeitung vom 16.6.2014 fordert die Ökonomin und Philosophin Silja Graupe, "die ökonomische Lehre darf sich nicht blind einer Weltsicht verschreiben". Sie verlangt "Perspektiv- und Methodenvielfalt" und wendet sich gegen die "extreme Einseitigkeit der ökonomischen Lehre", die Folge des "ökonomischen Imperialismus" sei.

Der Bundespräsident und die ökonomische Grundbildung

10.04.2014

Der Bundespräsident hat die Eröffnungsrede zum 20. Deutschen Bankentag 2014 in Berlin gehalten. Mit dieser Rede, so Spiegel-Online, hat er sich den Beinamen "der Banker-Versteher" verdient. Das Handelsblatt titelt in einem Beitrag vom 10.4.

NRW-Landtag stärkt Verbraucher- und Nachhaltigkeitsbildung

28.03.2014

Der nordrheinwestfälische Landtag hat am 28.3.2014 auf Antrag von SPD, Grünen und CDU beschlossen, den "verbindlichen Unterrichtsgegenstand" "Alltagskompetenz, Verbraucherbildung und ökonomische Bildung" in allen Schulformen einzuführen (Drucksache 16/5307). Dazu soll ein Gesamtkonzept entwickelt und modulartig in dafür geeignete Schulfächer integriert werden, ohne die Stundentafel auszuweiten.
"Verbraucherbildung – ein zentraler Baustein der Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schulen"

Society of Socio-Economists (SOS)

13.03.2014

Die Society of Socio-Economists ist ein US-amerikanischer Verband von Lehrenden an US-amerikanischen Hochschulen in den Bereichen Rechtswissenschaft, Volkswirtschaftslehre, anderen Disziplinen und anderen Berufen und Interessierten, die sich mit wirtschaftlichen Themen beschäftigen und dabei den Statement of Socio-Economic Principles folgen:

Ökonomisches Wissen - soziologisch betrachtet

10.02.2014

"Die Soziologie ökonomischen Wissens - Themen und Zugriffsweisen" lautet der Titel des Workshops, den das jena2014@web.de 
Aus dem Call:

Lobbyismus mittels Unterrichtsmaterial

30.01.2014

Die Verbraucherzentrale Bundesverband präsentiert die Studie "Unterrichtsmaterial unter der Lupe. Wie weit geht der Lobbyismus in Schulen?" (pdf hier). Sie untersucht die Qualität von 453 Lehrmaterialien zu den Themenfeldern Finanzkompetenz, Medienkompetenz sowie nachhaltiger Konsum und Ernährung. Eine Zusammenfassung gibt die Presseerklärung des vzbv.

Jubiläum: 15 Jahre Kampagne gegen Sozialwissenschaften

25.01.2014

Seit rund 15 Jahren läuft in Deutschland eine Kampagne zur Diskreditierung des Schulfaches Sozialwissenschaften und ähnlicher Integrationsfächer wie Sozialkunde, Politik-Gesellschaft-Wirtschaft oder Gemeinschaftskunde. Hauptakteure sind Wirtschaftsverbände, unternehmernahe Stiftungen und Lobbygruppen, einige Wirtschaftsdidaktiker und in vorderster Front das Oldenburger Institut für ökonomische Bildung.
Ziel: Trennung von Wirtschaft und Politik

"Statistik-Kenntnisse sind wichtiger als spezialisiertes Wirtschaftswissen"

18.01.2014

Im DIW-Wochenbericht 3-2014 unterstützt Gert G. Wagner in einem Kommentar (s. u.) "den derzeitigen Standpunkt der Gewerkschaften, dass ökonomische Zusammenhänge mit politischen, sozialen, kulturellen, ökologischen, rechtlichen und ethischen Aspekten zusammen behandelt werden sollten."

Ist kritische Finanzbildung durchsetzbar?

12.01.2014

Die orthodoxe und die wirtschaftsverbandsnahe Strömung der ökonomischen Bildung in Deutschland lassen sich gerne von Finanzkonzernen und Finanzlobbyisten finanzieren; beide Richtungen sind (deshalb?) von einer kritischen Finanzbildung ziemlich weit entfernt. Eine Reihe von Kultusministerien kooperiert bevorzugt mit den Anbietern von Finanzprodukten und öffnet deren Agenten weit die Türen zu den Schulen und ihren Klassenzimmern.

Seiten