Jubiläum: 15 Jahre Kampagne gegen Sozialwissenschaften

25.01.2014

Seit rund 15 Jahren läuft in Deutschland eine Kampagne zur Diskreditierung des Schulfaches Sozialwissenschaften und ähnlicher Integrationsfächer wie Sozialkunde, Politik-Gesellschaft-Wirtschaft oder Gemeinschaftskunde. Hauptakteure sind Wirtschaftsverbände, unternehmernahe Stiftungen und Lobbygruppen, einige Wirtschaftsdidaktiker und in vorderster Front das Oldenburger Institut für ökonomische Bildung.
Ziel: Trennung von Wirtschaft und Politik

"Statistik-Kenntnisse sind wichtiger als spezialisiertes Wirtschaftswissen"

18.01.2014

Im DIW-Wochenbericht 3-2014 unterstützt Gert G. Wagner in einem Kommentar (s. u.) "den derzeitigen Standpunkt der Gewerkschaften, dass ökonomische Zusammenhänge mit politischen, sozialen, kulturellen, ökologischen, rechtlichen und ethischen Aspekten zusammen behandelt werden sollten."

Ist kritische Finanzbildung durchsetzbar?

12.01.2014

Die orthodoxe und die wirtschaftsverbandsnahe Strömung der ökonomischen Bildung in Deutschland lassen sich gerne von Finanzkonzernen und Finanzlobbyisten finanzieren; beide Richtungen sind (deshalb?) von einer kritischen Finanzbildung ziemlich weit entfernt. Eine Reihe von Kultusministerien kooperiert bevorzugt mit den Anbietern von Finanzprodukten und öffnet deren Agenten weit die Türen zu den Schulen und ihren Klassenzimmern.

Workshop: Die Qual der Wahl - Soziale Bedingungen und Folgen rationalen Entscheidens

22.12.2013

"The Agony of Choice. The Social Conditions and Consequences of Rational Decision-Making" lautet der Titel des internationalen Workshops an der Fakultät I, Bildungs- und Sozialwissenschaften der Universität Oldenburg. Veranstalter ist das DFG-Graduiertenkolleg "selbst-bildungen. Praktiken der Subjektivierung".
Der Workshop setzt sich mit den gesellschaftlichen und individuellen Folgen auseinander, die sich aus der Aufwertung des Entscheidens zu einer normativen sozialen Erwartung ergeben.

Wirtschaft an Realschulen in NRW

22.12.2013

Der Schulausschuss des Landtags NRW hat eine öffentliche Anhörung zum Thema "'Verbraucherbildung in der Schule nachhaltig gestalten' in Verbindung mit 'Profilbildung des Realschulbildungsgangs stärken - Fach 'Wirtschaft' als verbindliches Schulfach einführen'" veranstaltet (11.12.13).

Teaching Economics in a Europe in Crisis

19.12.2013

Die Association of European Economics Education (AEEE) veranstaltet ihre alle zwei Jahre stattfindende Konferenz vom 27. bis 29. August 2014 in Aix-en-Provence. Dort treffen sich u. a. Lehrerinnen und Lehrer, Lehrerausbilderinnen und -ausbilder und Forscherinnen und Forscher aus dem breiten Feld der ökonomischen Bildung in Europa und darüber hinaus.

Innenminister hebt Verbot gegen "Ökonomie und Gesellschaft" auf

15.10.2013

Der Bundesinnenminister hatte der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) im Juli vorläufig verboten, den Band "Ökonomie und Gesellschaft" aus der Reihe "Themen und Materialien" (TuM) zu vertreiben.  Ende Oktober rechtfertigte ein Ministeriumssprecher den Eingriff als vorübergehende Vertriebsaussetzung (Video der B

"Ruhende Verbrauchermacht"

12.10.2013

Karl Kollmann (Wirtschaftsuniversität Wien) setzt sich auf Telepolis im Beitrag "Ruhende Verbrauchermacht" kritisch mit der Politik und der Nachfragemacht der Verbraucher auseinander. Auch von der herrschenden Verbraucherbildung erwartet er wenig. Aktive Verbraucher und aktive Bürger gehören für ihn zusammen.

Arbeit und Umwelt

08.10.2013

Die "Unzufriedenheit über fehlenden Realitätsbezug und inhaltliche Einseitigkeit" des ökonomischen Wissenschaftsbetrieb motiviert den Arbeitskreis Plurale Ökonomik Hamburg, als Veranstalter zum "Hamburger Wissenschaftskongress der Pluralen Ökonomik - Arbeit und Umwelt" einzuladen. Unterstützer ist u.a. das Netzwerk Plurale Ökonomik.

Finanzielle Bildung in Zeiten der Krise

21.09.2013

Im neuen iböb-Format debatte betont Peter Neumaier, dass die gegenwärtigen krisenhaften Entwicklungen ein neues Verständnis von Finanzielle Allgemeinbildung verlangen. Es reiche nicht, sich mit den Folgen der Finanzkrise für einzelne Finanzprodukte zu beschäftigen. Vielmehr müsse man sich mit den Auswirkungen auf die gesamte Lebenswelt von Jugendlichen auseinandersetzen.

Das IÖB, das IÖB, das hat immer Recht!?

28.05.2013

Das ZDF-Fernsehmagazin Frontal 21 berichtete im April über "Schüler unter Einfluss - Lobbyisten im Klassenzimmer" (hier das Video). Der Hannoveraner Fachdidaktiker Moritz-Peter Haarmann kritisierte dort Einseitigkeiten in einem von Mitgliedern des Oldenburger IÖB verfassten Schulbuch.

generationjetzt

26.05.2013

generationjetzt ist ein "Netzwerk junger Menschen für plurale Ökonomik und gesellschaftliche Verantwortung", die zu einer "aktiven, mündigen und kritischen Generation" beitragen wollen. Sie fordern, dass "insbesondere Ökonomen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen" und "Lösungswege abseits des neoliberalen Paradigmas der letzten 40 Jahre" entwerfen.

DGB-Initiative Schule und Arbeitswelt kommentiert IÖB-Positionen

23.05.2013

Mit den in einem Brief des Oldenburger IÖB vertretenen Positionen, erhobenen Behauptungen und angewendeten Argumentationsstilen setzt sich eine Hintergrundinformation der DGB-Initiative "Schule und Arbeitswelt" kritisch auseinander.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatten ein Schreiben zur Sozioökonomischen Bildung an die Kultusministerkonferenz und die Kultusministerien gerichtet. Sie fordern unter anderem eine Prüfstelle für Unterrichtsmaterialien. Darauf hat das IÖB mit einem Brief an dieselben Adressaten reagiert.

Lobbycontrol fordert: Lobbyisten von der Schule verweisen!

30.04.2013

LobbyControl hat ein Diskussionpapier über den Lobbyeinfluss auf Schulen veröffentlicht. Der Autor der Studie "Lobbyismus an Schulen", Felix Kamella, kritisiert dort nicht nur an zahlreichen Beispielen das Eindringen der Lobbyisten in die Klassenzimmer.

Wirtschaftsunterricht und Lobbyismus im Klassenzimmer

29.04.2013

Kontroverse Positionen präsentiert DW.de unter dem Titel "Bildung: Wirtschaftsunterricht mangelhaft" (29.04.2013). Wirtschaftsunterricht sei "an deutschen Schulen eher Mangelware. Dort, wo Ökonomie unterrichtet wird, greifen die Lehrer gerne auf Material von Verbänden und Konzernen zurück."
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